Gemeinsam gegen Leukämie: Typsierungsaktion im FGZ

Mehr als 11.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Leukämie (Blutkrebs). Um die Krankheit zu besiegen, sind die Betroffenen oft auf eine Stammzellenspende angewiesen. In etwa einem Drittel der Fälle finden sich Spender in der eigenen Familie, meist sind Patienten jedoch auf Spender außerhalb des Familienkreises angewiesen. So auch Miro, dessen Sohn im FGZ in den Kindergarten geht.

Je mehr Menschen sich als Stammzellenspender registrieren lassen, desto höher ist Miros Chance, einen passenden Spender zu finden. Aus diesem Grund führten wir am vergangenen Sonntag in Zusammenarbeit mit der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) in den Räumlichkeiten des FGZ eine Typisierungsaktion durch. Wir hoffen sehr, dass wir dadurch Miro und natürlich auch anderen Betroffenen helfen zu können.

Nachdem das fünfköpfige AKB-Team bereits ab 08:30  Uhr die nötige Ausrüstung ausgeladen und aufgebaut hatte, warteten wir voller Anspannung, wie viele Menschen zur Typisierung kommen würden.

Die Besucher / Spender wurden im Foyer von freundlichen Helferinnen und Helfern in gelben Westen in Empfang genommen. Hier konnten sie sich schon einmal am überreichen Kuchen-, Häppchen- und Getränke-Buffet erfreuen. Anschließend ging es zur Regristrierung: an einem der sechs aufgebauten Computerterminals nahmen die Mitarbeiter des AKB verschiedene Daten auf und besprachen Ausschlusskriterien. Bei der nächsten Station im Gemeindesaal bekam jeder seine persönliche und beschriftete Ampulle überreicht, mit der die Spender dann an eine der fünf Blutabnahme-Stationen gehen konnten. Dort nahmen unsere freundlichen Blutabnehmer den Spendern einige Milliliter Blut ab. Wir sind dankbar, dass wir mit Jan, Dario und Hildegard (DANKE!) Ärzte und Krankenschwestern in unseren Reihen haben, die den Spendern die Blutproben entnehmen konnten. Vielen Dank auch an Martin Dressler aus der Adventgemeinde Sendling für seine Hilfe bei der Blutabnahme! Nachdem die kleine Blutprobe abgenommen wurde, ging es für die Spender wieder ins Foyer, wo man noch entspannt essen, trinken und sich unterhalten konnte.

Um Punkt 10:00 Uhr kamen die ersten Spender und die ganze Aktion entwickelte sich von Minute zu Minute immer mehr zu einem Fest. Viele Kinder bestaunten die verschiedenen Stationen, ständig kamen und gingen Menschen, irgendwann erfüllte Klaviermusik den Gemeindesaal. Das AKB-Team konnte sich nicht daran erinnern, jemals eine Blutabnahme mit Klaviermusik erlebt zu haben. Nach nur zwei Stunden wurde die Marke von 100 Spendern erreicht. Nachdem viele Radiosender die Aktion beworben hatten, kamen auch immer mehr Kurzentschlossene, was uns unheimlich beeindruckte.

Während der gesamten Typisierungsaktion kümmerte sich in Team von etwa 10-12 Personen um den reibunslosen Ablauf. Von der Leitung des Adventkinderhauses, über Familienangehörige von Miro bis hin zu einem Team der Adventgemeinde Waldfrieden – eine gemischte Mannschaft, die die ganze Veranstaltung sicher im Griff hatte und den Gästen / Spendern immer freundlich zur Verfügung stand. Wir sind stolz auf euch und bedanken uns von ganzem Herzen!

Die ganze Zeit über war Miros Familie, die einen großen Teil der Spender mobilisiert hatte, bei der Aktion dabei und wartete nur darauf, irgendwo helfen zu können. Nachdem um 16:15 Uhr der Spender Nr. 247 registriert wurde, konnten wir eine unglaubliche Aktion abschließen, die für uns alle eine wunderbare Erfahrung war. In kürzester Zeit wurde die komplette Gemeinde von mindestens 25 Helfern aufgeräumt und gesäubert. Müde, aber glücklich darüber, einen wertvollen Dienst geleistet zu haben, gingen wir dann um 17:00 Uhr auseinander.

Den Bericht schließen wir mit einem Wort von Miro: „Ich werde nie vergessen, was Ihr für mich getan habt. Eure Taten sprechen mehr als 1.000 Worte – jetzt sehe ich, was Nächstenliebe bedeutet.“

Gott sei Dank!

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