Adventsfeier im FGZ

Zusammen mit dem Kindergarten und der Pfadfindergruppe den Waldkäuzen

Am Sabbat/Samstag-Abend wurde das Haus nochmal festlich geschmückt, denn großer bzw. kleiner Besuch kündigte sich an. Der Kindergarten hat gemeinsam mit uns als Gemeinde sowie unseren Pfadfindern eingeladen, und viele Eltern mit dementsprechend vielen Kinder sind gekommen.

Aktuelle wie ehemalige und auch zukünftige Kindergartenkinder waren anwesend – man könnte fast sagen – ein kleines Klassentreffen. Es war schön und viele waren gespannt was alles geboten wird.

Die Moderation durch den Nachmittag machte unsere Sarah Herter. Es war auch ihr Abschied aus dem Kindergarten, wo sie als Erzieherin tätig war. Die Eltern der Kindergartenkinder überraschten Sarah mit einem zuckersüßen Video, in dem die Kinder aufzählten was sie an Sarah mochten und schätzten. Auch wenn Sarah gleich das Zepter an Kathy Rebensburg übergeben konnte, war ein freudiges und leicht trauriges Auge nicht zu verkennen.

Den Beginn machten dann natürlich die Kindergartenkinder, die verschiedene Weihnachtslieder zum Besten gaben.

Als nächstes kamen die Pfadfinder. Viele fragten sich schon was die 16 Kinder in blauen Hemden machten. Die Antwort: Sie fieberten Ihrer Aufnahme entgegen– als richtige, waschechte Pfadfinder mit Halstuch und Abzeichen!

Entstanden ist die Pfadfindergruppe die „Waldfriedener Waldkäuze“  im September, und ist jetzt schon ein fester Bestandteil unserer Kinder- und Jugendarbeit geworden. Sie ist sogar so frisch, dass auch zwei Leiter in die Pfadfinderschaft aufgenommen wurden – zur Erleichterung der aufgereihten jungen Pfadfinder, machten sie vor, wie so eine Aufnahme mit Pfadfinderversprechen geht.

Nachdem dann alle aufgenommen und mit großen Augen Ihre Halstücher und Mitgliedsbücher bekommen haben, gab es noch eine kleine Überraschung. Einer der Leiter, Daniel Ries, ist vor kurzem Vater geworden. Seiner Frau und ihm wurde für den frischen Nachwuchs dann schon die erste Latzhose (im Look der Pfadfinder-Kluft) samt Namensschild und Mini-Halstuch überreicht. Ein wirklich schöner Moment.

Bevor die Predigt anfing, führten die Kinder aus der Gemeinde eine Krippen-Geschichte auf, die für einige Lacher sorgte – auch bei den Eltern.

Die Predigt zur Adventsfeier

„Nicht jeder der wandert (sucht), ist auch gleichzeitig verloren“

J.R.R.Tolkien sagt im Buch „Der Herr der Ringe“ diesen Satz, der das Denken des modernen Menschen gut trifft.

„Der Weg ist das Ziel“ ist noch so ein Satz, der das Leben im Hier und Jetzt belässt. Manchmal mögen wir es nicht was wir sehen, wenn wir zurückschauen – manchmal verunsichert es uns, wenn wir in die Zukunft schauen. Also leben wir im Hier und Jetzt und geben dieser Philosophie etwas Originelles. Wir kosten das Leben voll aus – anstatt sich Sorgen darüber zu machen, was kommen wird. Nun will ich kein Spielverderber sein, aber das Hier und Jetzt hört irgendwann mal auf, oder es wird hässlich – das Hier und Jetzt können Menschen genießen, weil es andere Menschen gibt, die alles dafür tun, um das Damals nicht zu vergessen – und sich den Kopf darüber zerbrechen, was die Zukunft bringen wird. Auch wir können uns von diesen beiden Kräften (Vergangenheit und Zukunft) nicht lösen. Vergangenes prägt uns dann doch mehr als wir dachten, und die Zukunft interessiert und schon deshalb, weil wir unseren Kindern etwas Gesundes und Gutes hinterlassen wollen.

Um seinen Platz in dieser Welt zu finden, brauchen wir Bezugspunkte, an denen wir uns orientieren können. Unsere Partner, Kinder, Berufe etc. – das sind Bezugspunkte, die den Rahmen bilden, in dem wir uns bewegen. Wegen dieser Bezugspunkte wissen wir, wo wir nach einem Tag nach Hause gehen, wofür wir leben und uns aufopfern. Unsere Lebenszeit, unser Todespunkt – auch wenn der nicht ganz genau ermittelt werden kann – trotzdem ist die Aussicht auf das Ende ein Bezugspunkt. Was fange ich mit den letzten 30 Jahren meines Lebens an? Oder mit den letzten 5?

Wenn Menschen die Geburt von Jesus Christus feiern, dann feiern sie nicht nur den Erlöser der sündigen Menschen. Sie feiern nicht nur ein kulturelles Erbe oder ein Fest der Liebe und der Familie. Sie feiern – wenn sie genauer darüber nachdenken – den möglichen Bezugspunkt in ihrem Leben, der eine Orientierung geben will – der alle anderen Bezugspunkte überragt. Wenn wir z.B. einen Partner lieben, dann werden alle Fragen in Bezug auf Nähe, Zärtlichkeit, Sexualität in Verbindung mit diesem Bezugspunkt beantwortet. Jedoch ist das ein Bereich unseres Lebens, der begrenzt ist und nicht ein unbegrenzte Konsequenz hat. Die Frage nach dem Leben (warum bin ich hier?) und die Fragen nach dem Tod (was passiert mit mir?)  – kann nur außerhalb unserer menschlichen Reichweite erahnt werden.

1 Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst.

2 Von Anfang an war es bei Gott.

3 Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden.

4 In ihm war das Leben, und dieses Leben war das Licht für alle Menschen.

5 Es leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können.

9 Das wahre Licht ist der, der in die Welt gekommen ist, um für alle Menschen das Licht zu bringen.

10 Doch obwohl er unter ihnen lebte und die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannten ihn die Menschen nicht.

11 Er kam in seine Welt, aber die Menschen wiesen ihn ab.

12 Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.

13 Das wurden sie nicht, weil sie zu einem auserwählten Volk gehörten, auch nicht durch menschliche Zeugung und Geburt. Dieses neue Leben gab ihnen allein Gott

JOHANNES 1

Das Johannesevangelium sagt, dass das Wort schon immer existiert hat – schon immer Gott war – und die Entscheidung traf, als Mensch auf diese Welt zu kommen. Jesus Christus. Zur Realität gehört aber auch dazu, dass viele ihn nicht als das ansahen und annahmen, was er war. Aktueller könnte diese Umschreibung heute gar nicht sein. Der Zweck seines Kommens jedoch bleibt davon unberührt – Jesus kam, um Licht zu sein in der Dunkelheit. Wenn man in absoluter Dunkelheit ist – dann verliert man die Orientierung. Was der Mensch in diesem Moment braucht ist einfach nur ein Licht, dass den Weg aus der Dunkelheit zeigt. Ein Bezugspunkt – an dem man sich orientieren kann. Jesus will dieser Bezugspunkt in unserem Leben sein.

Zur Weihnachtszeit wünschen wir Dir Gottes Segen, Gesundheit und Kraft für das kommende Jahr.

Zum Abschluss des Gottesdienstes sah man dann die Eltern wie sie Ihren Kindern noch einmal gratulierten, wie toll sie gesungen und gespielt haben. Und die Pfadfinder traten jetzt mit ganz stolzer Brust vor Ihre Eltern und präsentierten Halstücher, Abzeichen und ihre Mitgliedsbücher.

Schau doch mal vorbei – und vielleicht steckt auch in Dir ein Pfadfinder oder der Wunsch einen wirklich gesegneten Moment in der Woche zu erleben – dann komm einfach zum nächsten Gottesdienst. Wir freuen uns auf Dich!

Impressionen von der Adventsfeier