Am Samstag, den 12.10.19 fand im Familien- und Gemeindezentrum an der Ehrwalder Straße 78 der diesjährige Erntedank – Gottesdienst statt.

Erntedank – ein fixer Termin im Jahr, um Gott für seine Gaben Danke zu sagen. Und dieser Dank bezieht sich nicht allein auf Nahrungsmittel, sondern auch auf alle Dinge, die wir positiv erleben.

Lea Helmrath, welche die Moderation des Gottesdienstes hatte, zeigte dies in besonderer Art und Weise. Sie hob hervor, wie dankbar sie Gott für das Land, die Stadt und sogar den Stadtteil ist, in dem sie leben darf.

Dies mitteilen zu können, sollte für alle Anwesenden, langjährigen Kirchenmitglieder n wie auch Besuchern, ein Ansporn sein, einen neuen Blick auf Erntedank zu werfen. In Dankbarkeit den Blick zu weiten, von den „Gütern der Erde“, hinzu unserem Leben im Allgemeinen.

Und weniger klassisch ging es auch im Gottesdienst weiter. Nadia Ottschofski von der Gemeinde Penzberg kam in Begleitung einer Gruppe junger Mädchen und thematisierte alternativ das Leben der biblischen Gestalt Ruth.

Ihr Anliegen war es, zu verdeutlichen, dass das Wort Gottes auch anders erfasst werden kann, als durch das Hören einer Predigt. Schließpich stehen dem Menschen mehrere Sinne zur Verfügung.

So kam anstatt einer Predigt, die Biografie Ruths szenisch und musikalisch durch Gesangseinlagen zum Ausdruck. Begleitet wurde die Darbietung von einer Bildergeschichte, welche auf dem Bildschirm des Gemeindesaals gezeigt wurde.

Das Leben Ruths war von immensen Herausforderungen gekennzeichnet – man denke hierbei an die Tatsache, dass sie früh Witwe wurde, was zu der damaligen Zeit bedeutete, dass sie von da an materiell mittellos war.

Zudem war Ruths Herkunft als Moabiterin in Israel anstößig und von Ausgrenzung und Diskriminierung bedroht. Und dennoch ist Ruth den von Gott vorgezeichneten Weg gegangen.

Allen Schwierigkeiten zum Trotz, ist sie ihrer Schwiegermutter nach Israel gefolgt – was in nachfolgender Aussage von Ruth zum Ausdruck kommt.

Aber Ruth erwiderte: »Besteh nicht darauf, dass ich dich verlasse! Ich will mich nicht von dir trennen. Wo du hingehst, da will auch ich hingehen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.

(Ruth 1,16 f. / Hoffnung für Alle – Bibel)

Ruth ist diesen Weg in Dankbarkeit gegangen und wurde dadurch in Gottes Heilsplan zur Urgroßmutter von König David und somit auch zur Vorfahrin unseres Herrn und Erlösers, Jesus Christus.

Dankbarkeit in und für jede Lebenssituation war der rote Faden, der den diesjährigen Erntedank-Gottesdienst durchzog.

Und so konnten die Teilnehmer des Gottesdienstes zum Ende der szenischen Darbietung kleine, aus Papier gebastelte Ähren mit ihrem persönlichen Dank an Gott beschriften und zum Verbleib auf eine Schnur im Vorderbereich des Gemeindesaals hängen.